Warum gerade Trakehner?

Unsere Geschichte - Über Generationen verbunden


Roter Greifenwappen mit schwarz-silbernen Verzierungen und einem grünen Distel-Emblem auf weißem Grund

Panoramaansicht der Stadtsilhouette mit einem Steinmonument im Vordergrund unter einem bewölkten Himmel

Eine Geschichte, die Generationen verbindet

„Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts.“

Die Geschichte von Gut Eich beginnt lange vor unserem heutigen Hof. Sie ist geprägt von Mut, Zusammenhalt und einer tiefen Verbundenheit zu den Trakehnern. Es ist eine Geschichte über Herkunft, Verlust, Neuanfang und die Werte, die unsere Familie bis heute begleiten.

Unsere Wurzeln

Die Geschichte von Gut Eich ist eine Reise durch die Zeit und über Grenzen hinweg. Sie erzählt von Mut, Verbundenheit und einer tiefen Hingabe an das Land und seine Tiere. Unsere familiären Wurzeln reichen zurück bis in die rauen Landschaften Schottlands und die geschichtsträchtigen Weiten Ostpreußens.

Der Ursprung unserer Linie liegt im schottischen Landadel. Auf der Suche nach neuen Wegen zog es die Vorfahren meines Großvaters einst über den Ostseeraum, bis sie schließlich in Ostpreußen eine neue Heimat fanden. Dort, im Herzen einer traditionsreichen Kultur, schloss sich ein Kreis, der unsere Familie und unsere Leidenschaft für die Trakehnerzucht bis heute prägt.

In dieser neuen Heimat begegneten sich zwei Welten: Mein Großvater Otto Fox (1898–1973), ein Spross dieser schottischen Einwanderer, lernte meine Großmutter Anna Bock (1906–1992) kennen. Sie entstammte einer alteingesessenen, wohlhabenden und hoch angesehenen ostpreußischen Familie. Gemeinsam gründeten sie eine große, lebendige Familie mit neun Kindern und führten das Gut des Ur-Großvaters weiter, auf dem die Trakehnerzucht von Beginn an das Herzstück unseres täglichen Lebens bildete.

Es waren die weiten, unendlichen Landschaften Ostpreußens, die fruchtbaren Felder und ganz besonders die edlen Trakehner Pferde, die das Fundament unseres Schaffens prägten. Diese Pferde waren nie nur Nutztiere – sie waren Wegbegleiter, Stolz und die Seele des Gutes. Das fundierte Wissen um diese Zucht wurde über Generationen hinweg wie ein wertvoller Schatz weitergegeben und bildet das starke Fundament für die Passion, die wir heute in Breddorf voller Stolz fortführen.

Schwarze Vogelsilhouette in einem weißen Schildemblem mit schwarzer Umrandung
Ländliche Landschaft in Schwarz-Weiß mit einer langen Scheune, Bäumen und einem dunklen Feld im Vordergrund
Gruppe von sieben Personen posiert in einem Innenraum für ein Schwarz-Weiß-Porträt

Flucht aus Ostpreußen

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs änderte sich das Leben unserer Familie schlagartig. Wie viele andere Familien mussten auch wir unsere Heimat verlassen. Während der Flucht über das zugefrorene Frische Haff spannte meine Großmutter unsere stärksten Trakehner vor die Wagen.

Sie trugen unsere Großmutter Anna und ihre Kinder wochenlang durch Schnee, Eis und größte Gefahr Richtung Westen. Diese Erlebnisse haben unsere Familie bis heute tief geprägt.

Die außergewöhnliche Treue, Ausdauer und Stärke der Trakehner machten sie damals zu weit mehr als nur Reit- oder Zuchtpferden – sie wurden zu Lebensrettern.

Die Trakehner – Pferde mit Geschichte

Diese Flucht aus Ostpreußen gilt als eines der prägendsten Kapitel in der Geschichte der Trakehnerzucht.

Auch das weltberühmte Hauptgestüt Trakehnen vor der herannahenden Front überstürzt die Flucht antreten. Mensch und Tier begaben sich auf einen monatelangen, unbarmherzigen Treck nach Westen. Die Verluste waren unvorstellbar: Von den rund 25.000 registrierten Pferden Ostpreußens überlebte nur ein kleiner Bruchteil von etwa 1.200 Tieren die verheerenden Strapazen dieser Flucht. Besonders tragisch traf es das Herzstück der Zucht: Von den über 350 hochgeschätzten Mutterstuten des Hauptgestüts erreichten am Ende lediglich 28 Stuten lebend das westliche Ziel. 

Eine Rinderherde wird auf einem umzäunten Feldweg an einer Scheune vorbeigetrieben, mehrere Personen treiben sie.
Schwarz-Weiß-Luftaufnahme eines großen Bauernhofkomplexes mit Gärten, Bäumen und umliegenden Feldern

Genau diese wenigen, charakterstarken und zähen Überlebenden bildeten unter unendlichen Mühen den rettenden Grundstein für die gesamte moderne Trakehnerzucht, wie wir sie heute kennen. Dieses außergewöhnliche Erbe, das von unbändigem Lebenswillen und absoluter Treue erzählt, erfüllt uns auf Gut Eich jeden Tag mit tiefem Respekt und unendlicher Dankbarkeit. Es ist uns eine Ehre, dieses kostbare Feuer weiterzutragen

Schwarz-Weiß-Porträt von zwei Personen, die nebeneinander stehen und beide ernst in die Kamera blicken.
Drei Personen posieren vor einer Backsteinmauer und lächeln in die Kamera.

Wo Liebe ist, wird das Unmögliche möglich

Liebe zeigt sich nicht in großen Worten, sondern in den Dingen des Alltags - in Geduld, Fürsorge und Verantwortung. Sie gibt uns die Kraft, Herausforderungen anzunehmen, Rückschläge zu überwinden und mit Zuversicht nach vorne zu blicken.

Diese Haltung begleitet unsere Familie seit Generationen. Sie prägt den Umgang miteinander, den respektvollen Umgang mit unseren Tieren und die Leidenschaft, mit der wir nun unsere Trakehnerzucht auf Gut Eich weiterführen. Denn wir sind überzeugt: Wo Menschen mit Herz handeln, entstehen Vertrauen, Zusammenhalt und Werte, die weit über Generationen hinaus Bestand haben.

Unsere Zukunft: Tradition lebendig leben

Tradition bedeutet für uns nicht, in der Vergangenheit zu verweilen. Es ist die Verpflichtung, Bewährtes mit Respekt zu bewahren und gleichzeitig mutig neue Wege zu gehen.

Mit Liebe zum Tier und Leidenschaft für die Trakehnerzucht entwickeln wir Gut Eich weiter – als einen modernen Ort des Vertrauens und der Qualität.

„Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.“

Diesem Feuer widmen wir uns jeden Tag.

Fünf Personen in dunklen Uniformen stehen im Freien vor einem Gebäude zusammen.
Schwarzes Pferd und kastanienbraunes Fohlen laufen auf einem sandigen Pfad neben einer Steinmauer und Grünflächen.